Brasilien: Vernichtende Bilanz für Gentech-Mais 1507

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Trotz wesentlich teurerem Gentechnik-Saatgut müssen Bauern in Brasilien mit erheblichen Ernteausfällen und zusätzlichen Kosten für Spritzmittel rechnen. Laut der ARD-Sendung Report München ist das Ergebnis des Anbaus des gentechnisch veränderten Maises 1507 von Pioneer ein Debakel - anders als die Industrie das versprochen hatte. Der Gentechnik-Mais wird von dem Schädling zerstört, gegen den er selbst ein Gift produziert. Professor Antônio Andrioli, Agrar-Berater der brasilianischen Regierung, geht davon aus, dass fast alle Bauern, die den Gentechnik-Mais anbauen, Probleme mit widerstandsfähigen Schädlingen und einem erhöhten Einsatz von Spritzmitteln haben. Der Mais 1507 von Dupont Pioneer scheint jedoch von der Resistenz-Entwicklung am stärksten betroffen. Die Existenz des Problems streitet selbst der Konzern nicht ab. Laut Agrar-Berater ist mit der Entwicklung resistenter Schädlinge schon ab dem dritten Anbaujahr zu rechnen. Günstigeres konventionelles Saatgut ist in Brasilien jedoch kaum mehr erhältlich. Auch in der EU gilt dieser Gentechnik-Mais als so gut wie zugelassen, vor allem, weil die deutsche Regierung nicht klar gegen den Anbau gestimmt hat. Kritik erntet Kanzlerin Angela Merkel dafür auch aus der CDU. [keh]report München-Blog: Die EU und der WundermaisInformationsdienst Gentechnik: Gentech-Mais 1507 wird zugelassen: Deutschland bleibt beim JeinInfodienst Gentechnik: Dossier 1507-Mais

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Informationsdienst Gentechnik - 19.02.2014

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